DER TOD MEINER MUTTER

…und wie sehr es helfen kann, vorbereitet zu sein.

Meine Mutter verstarb 2018 im Alter von 67 Jahren. Sie hatte lange gegen ihre zweite Krebserkrankung gekämpft, doch irgendwann verließen sie Kampfesmut und Überlebenswille.

Ich begleitete sie ein Jahr lang durch den Krebs und verbrachte ihre letzten 11 Lebenstage fast ausschließlich an ihrer Seite. So schmerzhaft dieser Abschied auch war – wir konnten uns verabschieden. Im Angesicht des nahenden Endes konnten wir alles besprechen, was noch zu besprechen war. Es war eine intensive, ergreifende Zeit voller Schmerz und Trauer, doch gleichermaßen voller Liebe und auch Lachen.

Auf der emotionalen Seite war es unendlich hilfreich, um das nahende Ende zu wissen. Noch das ein oder andere zu besprechen.

Und auf der organisatorischen Seite hinterließ mir meine Mutter „geordneten“ Papierkram. Sie war optimal vorbereitet, es gab einen Ordner mit allen wichtigen Unterlagen, sie hatte schon vor längerer Zeit Generalvollmacht für mich erteilt, und auch für ihre Konten hatte ich Vollmacht.

Als sie gestorben war, konnte ich auf alles zurückgreifen, es erleichterte Wege, Entscheidungen. Langwierige Auseinandersetzungen mit dem Gericht oder anderen Institutionen konnten vermieden werden.

Die Trauer bleibt. Doch die Zeit nach dem Tod kann um so vieles leichter sein, wenn gewissen Dinge bereits geregelt sind.